E-Rechnungspflicht: Empfang seit 2025, Versand ab 2027 — mit Mahnschmiede sind Sie heute schon bereit. Bin ich betroffen?

Glossar: Rechnung, Verzug & E-Rechnung

Die wichtigsten Begriffe rund um offene Rechnungen und Zahlungsverzug — kurz und verständlich, für den Handwerksalltag.

Zahlungsverzug

Zahlungsverzug tritt ein, wenn eine fällige Rechnung nicht bezahlt wird — spätestens 30 Tage nach Fälligkeit und Rechnungszugang (§ 286 BGB), gegenüber Verbrauchern nur bei entsprechendem Hinweis.

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Verzugszinsen

Verzugszinsen sind der gesetzliche Zinssatz auf überfällige Rechnungen: 9 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz gegenüber Geschäftskunden, 5 Prozentpunkte gegenüber Verbrauchern (§ 288 BGB).

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Verzugskostenpauschale

Die Verzugskostenpauschale von 40 Euro (§ 288 Abs. 5 BGB) darf zusätzlich zu den Verzugszinsen verlangt werden, wenn ein Geschäftskunde in Verzug gerät.

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Mahnung vs. Zahlungserinnerung

Zahlungserinnerung und Mahnung meinen im Kern dasselbe: die Aufforderung, eine fällige Rechnung zu bezahlen. „Zahlungserinnerung“ ist der freundlichere Ton, „Mahnung“ der formellere — rechtlich gibt es keine vorgeschriebene Reihenfolge.

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XRechnung

Die XRechnung ist ein rein strukturiertes, maschinenlesbares XML-Rechnungsformat und der deutsche Standard für elektronische Rechnungen an öffentliche Auftraggeber und im Rahmen der E-Rechnungspflicht.

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ZUGFeRD

ZUGFeRD ist ein hybrides E-Rechnungsformat: ein für Menschen lesbares PDF mit einer eingebetteten, maschinenlesbaren XML-Rechnung — vereint also PDF und strukturierte Daten in einer Datei.

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Skonto

Skonto ist ein Preisnachlass für schnelle Zahlung — typischerweise 2–3 %, wenn der Kunde innerhalb einer kurzen Frist (z. B. 10 Tage) statt zum vollen Zahlungsziel zahlt.

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Zahlungsziel

Das Zahlungsziel ist die Frist, bis zu der eine Rechnung bezahlt sein muss — z. B. „14 Tage netto“. Ohne vereinbartes Ziel ist die Rechnung grundsätzlich sofort fällig.

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Abschlagsrechnung

Eine Abschlagsrechnung fordert eine Teilzahlung für bereits erbrachte Leistungen an, bevor das Gesamtprojekt fertig ist — üblich bei längeren Bau- und Handwerksprojekten.

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GiroCode

Ein GiroCode ist ein QR-Code auf der Rechnung, mit dem der Kunde die Überweisung in seiner Banking-App per Scan startet — alle Zahlungsdaten sind bereits ausgefüllt.

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Fälligkeit

Fälligkeit ist der Zeitpunkt, ab dem Sie die Zahlung verlangen dürfen. Sie richtet sich nach dem vereinbarten Zahlungsziel; ohne Vereinbarung ist die Rechnung sofort mit Zugang fällig.

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Basiszinssatz

Der Basiszinssatz ist ein von der Deutschen Bundesbank halbjährlich festgelegter Referenzzins. Verzugszinsen werden als Aufschlag auf diesen Satz berechnet (§ 247 BGB).

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Verzugseintritt

Verzugseintritt ist der Moment, ab dem ein Kunde offiziell in Verzug ist — durch Mahnung oder automatisch spätestens 30 Tage nach Fälligkeit und Rechnungszugang (§ 286 BGB).

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Rechnungspflichtangaben (§ 14 UStG)

Eine ordnungsgemäße Rechnung muss bestimmte Pflichtangaben enthalten (§ 14 UStG) — u. a. vollständige Namen, Steuernummer/USt-IdNr., Rechnungsdatum, fortlaufende Nummer, Leistung und Steuerbetrag.

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Mahnbescheid

Der gerichtliche Mahnbescheid ist ein vereinfachtes gerichtliches Verfahren, um eine unbestrittene Geldforderung durchzusetzen — der Schritt, wenn Zahlungserinnerungen erfolglos bleiben.

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Aufrechnung

Aufrechnung bedeutet, dass zwei gegenseitige Forderungen miteinander verrechnet werden — ein Kunde kann so eine eigene Gegenforderung gegen Ihre Rechnung stellen.

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