Glossar: Rechnung, Verzug & E-Rechnung
Die wichtigsten Begriffe rund um offene Rechnungen und Zahlungsverzug — kurz und verständlich, für den Handwerksalltag.
Zahlungsverzug
Zahlungsverzug tritt ein, wenn eine fällige Rechnung nicht bezahlt wird — spätestens 30 Tage nach Fälligkeit und Rechnungszugang (§ 286 BGB), gegenüber Verbrauchern nur bei entsprechendem Hinweis.
Erklärung lesen →Verzugszinsen
Verzugszinsen sind der gesetzliche Zinssatz auf überfällige Rechnungen: 9 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz gegenüber Geschäftskunden, 5 Prozentpunkte gegenüber Verbrauchern (§ 288 BGB).
Erklärung lesen →Verzugskostenpauschale
Die Verzugskostenpauschale von 40 Euro (§ 288 Abs. 5 BGB) darf zusätzlich zu den Verzugszinsen verlangt werden, wenn ein Geschäftskunde in Verzug gerät.
Erklärung lesen →Mahnung vs. Zahlungserinnerung
Zahlungserinnerung und Mahnung meinen im Kern dasselbe: die Aufforderung, eine fällige Rechnung zu bezahlen. „Zahlungserinnerung“ ist der freundlichere Ton, „Mahnung“ der formellere — rechtlich gibt es keine vorgeschriebene Reihenfolge.
Erklärung lesen →XRechnung
Die XRechnung ist ein rein strukturiertes, maschinenlesbares XML-Rechnungsformat und der deutsche Standard für elektronische Rechnungen an öffentliche Auftraggeber und im Rahmen der E-Rechnungspflicht.
Erklärung lesen →ZUGFeRD
ZUGFeRD ist ein hybrides E-Rechnungsformat: ein für Menschen lesbares PDF mit einer eingebetteten, maschinenlesbaren XML-Rechnung — vereint also PDF und strukturierte Daten in einer Datei.
Erklärung lesen →Skonto
Skonto ist ein Preisnachlass für schnelle Zahlung — typischerweise 2–3 %, wenn der Kunde innerhalb einer kurzen Frist (z. B. 10 Tage) statt zum vollen Zahlungsziel zahlt.
Erklärung lesen →Zahlungsziel
Das Zahlungsziel ist die Frist, bis zu der eine Rechnung bezahlt sein muss — z. B. „14 Tage netto“. Ohne vereinbartes Ziel ist die Rechnung grundsätzlich sofort fällig.
Erklärung lesen →Abschlagsrechnung
Eine Abschlagsrechnung fordert eine Teilzahlung für bereits erbrachte Leistungen an, bevor das Gesamtprojekt fertig ist — üblich bei längeren Bau- und Handwerksprojekten.
Erklärung lesen →GiroCode
Ein GiroCode ist ein QR-Code auf der Rechnung, mit dem der Kunde die Überweisung in seiner Banking-App per Scan startet — alle Zahlungsdaten sind bereits ausgefüllt.
Erklärung lesen →Fälligkeit
Fälligkeit ist der Zeitpunkt, ab dem Sie die Zahlung verlangen dürfen. Sie richtet sich nach dem vereinbarten Zahlungsziel; ohne Vereinbarung ist die Rechnung sofort mit Zugang fällig.
Erklärung lesen →Basiszinssatz
Der Basiszinssatz ist ein von der Deutschen Bundesbank halbjährlich festgelegter Referenzzins. Verzugszinsen werden als Aufschlag auf diesen Satz berechnet (§ 247 BGB).
Erklärung lesen →Verzugseintritt
Verzugseintritt ist der Moment, ab dem ein Kunde offiziell in Verzug ist — durch Mahnung oder automatisch spätestens 30 Tage nach Fälligkeit und Rechnungszugang (§ 286 BGB).
Erklärung lesen →Rechnungspflichtangaben (§ 14 UStG)
Eine ordnungsgemäße Rechnung muss bestimmte Pflichtangaben enthalten (§ 14 UStG) — u. a. vollständige Namen, Steuernummer/USt-IdNr., Rechnungsdatum, fortlaufende Nummer, Leistung und Steuerbetrag.
Erklärung lesen →Mahnbescheid
Der gerichtliche Mahnbescheid ist ein vereinfachtes gerichtliches Verfahren, um eine unbestrittene Geldforderung durchzusetzen — der Schritt, wenn Zahlungserinnerungen erfolglos bleiben.
Erklärung lesen →Aufrechnung
Aufrechnung bedeutet, dass zwei gegenseitige Forderungen miteinander verrechnet werden — ein Kunde kann so eine eigene Gegenforderung gegen Ihre Rechnung stellen.
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